31 Jan

Der Mönchspfeffer

Der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) ist einePflanzenart aus der Gattung Vitex in der Familie derLippenblütler (Lamiaceae).

Er wird in der Umgangssprache auch Keuschbaum, Liebfrauenbettstroh oder Tanisgenannt, Der Mönchspfeffer wird heute in der Naturheilkunde vor allem beimprämenstruellen Syndrom, beiZyklusstörungen und unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt. Der ursprüngliche Verbreitungsraum des Mönchspfeffers erstreckt sich vom Mittelmeerraum über Südwestasien bis zur Krim.

Blüten sind klein, bestehen aus dichten, endständigen Blütenständen und haben eine violette, blaue, rosa oder weiße Farbe. Optisch ist er dem Hanfsehr ähnlich, weshalb es leicht zu Verwechselungen kommen kann.

Die Frucht besteht aus einer viersamigen Scheinbeere. Blütezeit ist Juli bis August. Die Treibzeit ist je nach Ortsbedingungen unterschiedlich, meist von April bis Juni. Die bevorzugten Standorte sind feuchte Plätze und Flussufer.

Die griechische Göttin Hera war auf Samos unter einem Keuschbaum (Lygos) geboren worden. Einmal im Jahr vereinigte sie sich auf Samos mit ihrem Gatten Zeus unter einem Keuschbaum. Ein Bad im Imbrasos erneuerte danach ihre Jungfräulichkeit. Die Feiern derTonaia, bei dem das Kultbild der Göttin mit Keuschbaumzweigen umwunden wurde, erinnerte an dieses Ereignis. Dieser Baum stand am Altar in Heraion auf Samos und wurde unter anderem von Pausaniasbeschrieben. Den Griechen galt Mönchspfeffer damit als Symbol der keuschen Ehe.Dioscurides beschreibt den Keuschbaum als Anaphrodisiakum.